NTA 94 D1

Dienstag der 31. Juli 2007, Viertel nach Fünf Uhr morgens….Zweimal klickt und klackt es bevor mich abrupt die Moderatorinnenstimme eines Zürcher Radiosenders aus meinen Träumen reisst. Gut, es hätte auch schlimmer kommen können, sprich eine männliche Stimme, oder ein Song von DJ Ötzi. Nach einigen (wieder verworfenen) Gedanken, doch „blau“ zu machen und mich wieder in die Horizontale zu manövrieren, versuche ich mit dem richtigen Bein aufzustehen; immer bedacht meine bessere Hälfte auf der anderen Bettseite nicht komplett aus ihrem Schönheitsschlaf zu holen. Mein treuer vierbeiniger Begleiter indes begleitet mich auch zu den frühestens Morgenstunden auf Schritt und Tritt (und hofft wohl auf eine extra Portion „goodies“).
Kurz eine Scheibe Brot gestrichen, einen Tasse Kaffee mehr schlecht als recht genossen, vollziehe ich das allmorgendliche Ritual und schon finde ich mich auf der Autobahn Richtung Kloten wieder.
Jeweils beim Schliessen des Kofferraums im Flughafenparkhaus beschleicht mich das ungute Gefühl irgendetwas vergessen zu haben. Für einmal sollte sich diese Vorahnung als falsch erweisen.
Gelangweilt stelle ich mich in die Schlange vor dem AirBerlin Checkin Schalter. Nach ein paar wenigen Minuten darf ich mich eines meiner beiden Gepäckstücke entledigen und während der nächsten 3 Stunden auf ein Wiedersehen hoffen. Die nette Dame überreicht mir die Boardingkarte für den Flug AB 8683 und weist mich auf das Gate E xy im Midfield hin.
Rechtzeitig lasse ich mich dort blicken, um mich nach ein paar Minuten des Wartens, bequem auf meinen Sitz 28F fallen zu lassen.


Pünktlich hebt D-ABDD ab und bringt mich unversehrt nach Hamburg, von wo ich meine 94ste Netjets Tour beginnen werde.

Kurzerhand rufe ich bei unserer Handlingfirma an und frage nach einem Transport zu deren Büro. Nach dem üblichen Smalltalk und dem „Verwöhnprogramm“ der beiden „Handling“-Hunde, studiere ich bei bereits bereitgestelltem Kaffee und Sahne die Unterlagen für die drei heute geplanten Flüge.

CS-„Delta Xray Juliett“ soll (und wird) meinen Kollegen und mich von Deutschland über Norwegen nach Frankreich bringen.

Nach dem Studieren aller benötigten Unterlagen und dem Eintreffen meines Kollegen (und guten Freundes) beschliessen wir zusammen den Fuelplan für den Tag. In Hamburg ist das Kerosin ein wenig billiger als in Kristiansand; da es sich um einen Leerflug handelt und wir weder für den Start, noch für die Landung limitiert sind (ausser dem maximal strukturellen Landegewicht) lassen wir die beiden Flügeltanks volltanken.

Auf dem Weg zu unserer Maschine „musste“ die Dame vom handling noch einen extra Schlenker (einmal mehr) um die unweit geparkte triple7 machen. Ich bin immer wieder erstaunt über das Fachwissen dieser Person!!


  • N777AS

  • Boeing 777-24Q (ER) - Mid East Jet (msn 29271/174) / 0098
    31.07.07 / Hamburg [EDDH]


    Es war dann auch sie, welche mir verraten hat, dass in Kürze eine A124 in Hamburg eintreffen werde. Durch einen follow me Fahrer konnte ich mich an einer günstigen Stelle positionieren.


  • UR82072

  • Antonov An124-100 - Antonov Design Bureau - (cn 9773053359136) ex. RA82072 / 0093
    31.07.07 / Hamburg [EDDH]



    Der Wind wurde mit 280/15 und die Wolken als FEW 3.2 mit SCT 6.0 gemeldet. Piste 33 wurde uns zugewiesen. Mit neunzehn Minuten Verspätung löste ich die Bremsen unserer Citation und rollte gemächlich, um alle anstehenden Checks ausführen zu können, zur Startpiste. Um 10:53 änderte sich die Logik des WOW (weight on wheels) switches und “fraction three golf xray“ verabschiedete sich auf der Frequenz des Towers.